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Fragen zur Konzipierung von Bildungsangeboten

Wie kann man die Zielgruppe für ein Bildungsangebot genauer definieren?

Die Vorgaben der Initiative Erwachsenenbildung in Hinblick auf die Zielgruppe der Basisbildung finden Sie auf der Website unter „Förderbare Programmbereiche“.

Werden in die Anzahl der Unterrichtseinheiten (UE) auch die Besprechungen der TrainerInnen eingerechnet?

Nein. Als UE gelten ausschließlich Veranstaltungen für die TeilnehmerInnen. Dazu zählen sowohl fächerspezifische Kurse wie z.B. Englisch oder Mathematik als auch Beratung und Coaching im Einzel- oder Gruppensetting. Die Besprechungen der TrainerInnen werden, wie auch beispielsweise deren Vor- und Nachbereitungsarbeiten, nicht in die UE eingerechnet. Die dafür anfallenden Kosten (Honorare etc.) sollten bei der Budgetierung jedoch berücksichtigt werden und ebenso wie andere allgemeine Kosten (Miete, Abschreibung etc.) in den Projektkosten enthalten sein.

Wie lange dauert eine Unterrichtseinheit (UE)?

Im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung wird eine UE mit 50 Minuten angesetzt.

Ist im Programmbereich Pflichtschulabschluss eine Höchst- oder MindestteilnehmerInnenanzahl für die Kurse definiert?

Im Programmbereich Pflichtschulabschluss gilt eine Obergrenze von maximal 20 TeilnehmerInnen pro Gruppe. Die Untergrenze ist vom Bildungsträger selbst zu definieren. Reiner Einzelunterricht ist nicht akkreditier- und förderbar.

Fallen in die förderbaren Programmbereiche der Initiative Erwachsenenbildung auch „Integrationskurse“?

Nein. Lehrgänge im Rahmen der Integrationsvereinbarung bleiben im Zuständigkeitsbereich des Österreichischen Integrationsfonds.

Ab welchem Alter können Jugendliche an der Initiative Erwachsenenbildung teilnehmen?

Ab dem vollendeten 15. Lebensjahr.

Paralleler Besuch von Basisbildungs- und Pflichtschulabschlussangeboten möglich?

Der parallele Besuch von Bildungsangeboten beider Programmbereiche durch dieselbe Person ist aufgrund der derzeit geltenden Regelungen nicht ausgeschlossen.

Darf ein/e PensionistIn nicht an Basisbildungsangeboten teilnehmen, weil in der Presseaussendung der Regierungsklausur auf Personen im erwerbsfähigen Alter Bezug genommen wird?

Auch SeniorInnen können und sollen an Bildungsangeboten der Initiative Erwachsenenbildung teilnehmen.

Kinderbetreuung als Teil des Angebots?

Wie bereits bisher ist es auch weiterhin wünschenswert, dass Kinderbetreuung bei Bildungsangeboten im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung angeboten wird, wo dies erforderlich ist. Kinderbetreuung ist im Rahmen des Normkostenmodells verechenbar.

Dürfen Schulpflichtige an Pflichtschulabschlusskursen teilnehmen?

In den Vorbereitungslehrgang können Personen ab dem vollendeten 15. Lebensjahr aufgenommen werden. Der Prüfungsantritt ist ab dem Alter von 16 Jahren möglich. Es wird dringend empfohlen, das freiwillige 10./11. Schuljahr zu nutzen.

Bezieht sich im Programmbereich Basisbildung die Kompetenz in der "Weiteren Sprache" nur auf Englisch?

Nein, jede Sprache ist als Lerngegenstand der "weiteren Sprache" im Programmbereich Basisbildung möglich. Alphabetisierung in der Erstsprache kann ebenfalls angeboten werden.

Sind im Programmbereich Pflichtschulabschluss Praktika und Betriebsbesuche möglich?

Aktivitäten im Rahmen der Berufsorientierung sind wünschenswert. Dabei besteht oftmals eine Problematik im Zusammenhang mit der Versicherung. Dies soll von der Steuerungsgruppe noch behandelt werden.

Wie sind Lern- und Bildungsberatung voneinander zu trennen?

Lernberatung/-begleitung ist oft Teil des Aufgabenspektrums von TrainerInnen und daher auch Inhalt der Ausbildung für BasisbildnerInnen. Bildungsberatung ist ein eigenes Aufgabenfeld, das genauso wie sozialpädagogische Betreuung dem Bereich der Beratung/des Coachings zugeordnet wird. Für BeraterInnen gelten eigene Qualifikationsanforderungen.

Öffentlichkeitsarbeit/Marketing/Erstgespräch/Erstkontakt als Vorleistungen des Bildungsträgers?

Erstkontakt, Kursinformation, Maßnahmen zur Zielgruppenerreichung, der Öffentlichkeitsarbeit und des Marketings sowie die individuelle Beratung der InteressentInnen in Zusammenhang mit der Kursauswahl erfolgen vor dem Eintritt in das Bildungsangebot im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung und gelten daher auch verrechnungstechnisch als (Vor)Leistung des Bildungsträgers. Zur Abgrenzung zwischen Erstkontakt und individueller Beratung ist der Zusammenhang mit dem Bildungsangebot relevant. Veranstaltungen fallen nicht in den Bereich der individuellen Beratung. Es ist wünschenswert, dass spezifische aufsuchende Bildungsarbeit betrieben und auch finanziert wird. Dazu muss jedoch noch ein entsprechender Beschluss von Seiten der Steuerungsgruppe eingeholt werden. Für die (Re)Akkreditierung wird den Bildungsträgern empfohlen, dem Akkreditierungsansuchen eine Beschreibung der aufsuchenden Bildungsarbeit beizulegen.

Erfolgt die Konzeptionierung und Einreichung für die 3. Programmperiode für 4 Jahre?

Ja, es ist gelungen, die Dauer der Programmperiode von 3 auf 4 Jahre auszuweiten. Das heißt, dass die 3. Programmperiode von 1.1.2018 bis 31.12.2021 dauern wird und die Bildungsangebote dementsprechend konzeptioniert und zur Akkreditierung eingereicht werden können.

Weshalb können Erstkontakte, Info-Veranstaltungen und andere Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit nicht ins Kostenmodell eingerechnet werden?

Aktivitäten des Bildungsträgers, die vor Eintritt in das Bildungsprogramm der Initiative Erwachsenenbildung getätigt werden (wie Erstkontakte, Kursinformationen, Öffentlichkeitsarbeit, usw.), gelten verrechnungstechnisch als (Vor-)Leistung des Bildungsträgers. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass es bereits geförderte Angebote zur Bildungsberatung gibt und hier Doppel-Förderungen ausgeschlossen werden sollen. Allerdings können Aktivitäten der „aufsuchenden Bildungsberatung“ zur Gewinnung spezieller Zielgruppen berücksichtigt werden, wenn diese im Akkreditierungsansuchen inhaltlich und im Hinblick auf den finanziellen Aufwand dargestellt werden.

Kann z.B. eine Frau mit Migrationshintergrund, die in ihrem Ursprungsland Matura oder ein Studium absolviert hat, an einem Kurs für Basisbildung teilnehmen?

Wenn der Bildungsträger Basisbildungsbedarf feststellt, dann ist auch das möglich. In diesem Zusammenhang ist jedoch die Abgrenzung zu reinen Deutschkursen oder EDV-Kursen wichtig.

Sind TeilnehmerInnen in Basisbildungskursen stundenmäßig begrenzt oder sind Wiederholungen auch des gleichen Kurses möglich?

Ein/e TeilnehmerIn ist berechtigt, mehrfach Bildungsangebote im Rahmen der Basisbildung in Anspruch zu nehmen. Grundlage ist die Feststellung des Basisbildungsbedarfs durch den Träger.

Kann das Lernfeld "Grundlegende Kompetenzen in einer weiteren Srpache" auch Alphabetisierung beinhalten?

Ja, dies ist möglich, wenn es sich um Alphabetisierung in der Erstsprache handelt.

Können Sie für den Bereich Basisbildung ein Beispiel für Lernfeldverschränkung nennen?

Lernfelder sollen nicht als „einzelne Fächer“ gelernt werden, sondern ineinander übergreifen, indem themenspezifisch (orientiert an den Themen der Lernenden) gearbeitet wird. z.B. Wohnungssuche Anzeigen lesen, Mietverträge lesen und dazu recherchieren, Berechnung der individuellen Mietgrenzen im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen, Recherche von Anzeigen im Internet… Lernkompetenz, digitale Kompetenz, mathematische Kompetenz und Kompetenz der deutschen Sprache werden auf diese Weise lernfeldübergreifend trainiert.

Können Sie für den Bereich Basisbildung ein Beispiel für Lernfeldverschränkung nennen?

Lernfelder sollen nicht als „einzelne Fächer“ gelernt werden, sondern ineinander übergreifen, indem themenspezifisch (orientiert an den Themen der Lernenden) gearbeitet wird. z.B. Wohnungssuche Anzeigen lesen, Mietverträge lesen und dazu recherchieren, Berechnung der individuellen Mietgrenzen im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen, Recherche von Anzeigen im Internet… Lernkompetenz, digitale Kompetenz, mathematische Kompetenz und Kompetenz der deutschen Sprache werden auf diese Weise lernfeldübergreifend trainiert.

Kann ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, der in seinem Heimatland die Schulpflicht abgeschlossen hat, an einem Pflichtschulabschluss-Kurs teilnehmen?

Ein Nachholen des österreichischen Pflichtschulabschlusses ist möglich, wenn es keinen nostrifizierten oder nostrifizierbaren Abschluss in einem anderen Land gibt.

Was ist der Hintergrund, dass die Polytechnische Schule auch als Zielgruppe für keinen Schulabschluss der 8. Schulstufe angeführt wird?

Für die Aufnahme in die Polytechnische Schule ist der positive Abschluss der 8. Schulstufe nicht erforderlich, die 8. Schulstufe kann auch in der Polytechnischen Schule abgeschlossen werden. SchülerInnen, die auch an der Polytechnischen Schule die 8. Schulstufe nicht oder nicht positiv abschließen können, zählen daher ebenfalls zur Zielgruppe.

Welche Prüfungsmöglichkeiten im Pflichtschulabschluss gibt es?

Es gibt die Möglichkeit, dass Einrichtungen der Erwachsenenbildung einen Bescheid zur Anerkennung des Vorbereitungslehrganges zur Pflichtschulabschluss-Prüfung vom Bundesministerium für Bildung erhalten und dann die Prüfungen selbst durchführen können, die als Teilprüfung zur Pflichtschulabschluss-Prüfung anerkannt wird. EINE Prüfung muss jedoch immer an einer Schule (der zulassenden Schule) durchgeführt werden. Die andere Möglichkeit ist die Kooperation mit einer Neuen Mittelschule/Hauptschule, die die ExternistInnen-Prüfung durchführt und somit ausschließlich an den Schulen geprüft wird.

Können im Bereich Pflichtschulabschluss Prüfende und Vortragende unterschiedliche Personen sein?

Ja, das ist möglich.

Ist es im Bereich Pflichtschulabschluss möglich, Einzelberatungen durchzuführen?

Ja, Einzelberatungen sind möglich und notwendig, jedoch kein Einzelunterricht. Einzelunterricht wird im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung nicht gefördert.

Ist ein Ortswechsel der TeilnehmerInnen im Pflichtschulabschluss-Bereich möglich? Auch über Bundesländer-Grenzen hinweg?

Ortswechsel sind grundsätzlich möglich. Die Bildungsträger sollten dies mit den jeweiligen Bundesländern abstimmen, damit dies für die TeilnehmerInnen ermöglicht wird. Wichtig ist, dass die Prüfungsschule (zulassende Schule) bzw. im Fall der Wiederholung einer Prüfung die Prüfungskommission nicht gewechselt werden kann.

Wie vorgehen, wenn ein Bildungsträger zwei oder mehrere Bildungsansuchen akkreditieren möchte? Wenn 2 Kurse komplett ident sind, müssen dann 2 Ansuchen eingereicht werden?

Für die Akkreditierung soll sich jeder Bildungsträger 1x registrieren. Dann können so viele Bildungsangebote eingereicht werden, wie der Bildungsträger umsetzen möchte. Ein Bildungsangebot kann mehrere Kurse und mehrere Standorte umfassen; es sind keine extra Ansuchen pro Kurs notwendig. Bildungsträger können also mit einem Bildungsansuchen, das dieselbe Zielgruppe, dasselbe Kurskonzept, usw. umfasst, mehrere Kurse an unterschiedlichen Standorten durchführen.